Opferkarte Krokodilsträne

“Frauen weinen, um zu bekommen was sie wollen” - sagte angeblich Sokrates.
Doch nicht nur Frauen...

Du kennst sie sicher, die Krokodilstränen:
von Mitarbeitern, von Mitmenschen, oder zumindest von Kindern.
Sie sind oft der letzte Ausweg, um den eigenen Willen durchzusetzen:
Urlaub wegen der armen Tante, Darlehen, Gucci-Tasche, Eiscreme - was wärst du sonst für ein Mensch!
Und im Opferkarten-Poker gewinnt dieses Ass tatsächlich sehr oft.

Aber genauso wie bei Kindern reicht oft die richtige Ablenkung, und der Schmerz ist vergessen.
Denn er hat eben nicht nur was mit #Herz zu tun - die Tränen werden zusätzlich gepusht.
Das Ego will unschuldigen Schmerz zeigen und Berechtigung durch Mitleid forcieren.

Es ist nur ein schmaler Grat zwischen echten Tränen und gepushten.
Und je erfolgreicher sie das Gegenüber ausstechen, desto eher wird das Pushen unbewusst zur Gewohnheit.

Zugegeben, bei Männern sehe ich Tränen seltener.
Wir Männer sind einfach nicht so süß, als dass sie uns was nützten. Eher verlieren wir Respekt dadurch.
Daher lehrte man Jungs früher auch von klein auf:
“Reiß dich zusammen! Niemanden interessiert’s! Niemand wird kommen!”

Heutzutage heißt's eher:
"Zeig deine Gefühle! Zeig dich vulnerabel!"
Und, wie läuft das so für dich?
Kam schon jemand helfen?
Oder fiel dir eher jemand in den Rücken?

Wir drücken vielleicht nicht direkt Tränen hervor, aber ich sehe so oft auch noch die anderen Opferkarten ausgespielt:
schlimmste Erlebnisse aus der Vergangenheit,
schmerzhaftes Hoffen in der Gegenwart,
wunderbarste Selbst-Beschreibung,
gefühlvolle Pläne für die Zukunft.

"Ich bin das unschuldige tugendhafte Opfer - liebe mich - hilf mir" - das steht auf jeder Karte.

Verstehst du die Manipulation dahinter? Die Verantwortungs-Abgabe? Die Selbstlüge? Den Schatten?

Kann bei diesem Spiel deine Erfüllung gewinnen?
Ist nicht vielleicht Zeit für radikalere Selbsterkenntnis?


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Die dunkle Seite verstehen